Faktizität, Kausalität und Motivation

Sonntag , 11, Januar 2015 2 Comments
Buddhastatue im koreanischen Nationalmuseum in Seoul

Buddhastatue im koreanischen Nationalmuseum in Seoul

„Faktizität, Kausalität und Motivation sind die großen drei Vektoren des Lebens“, lautet ein alter Spruch von mir. Nun, denn, dann sollten wir einmal sehen, wie es zu diesem Blog kam. Gleich bei der Faktizität bin ich mir nicht mehr so sicher. Wenn ich es genau betrachte, dann stelle ich fest, dass Faktizität in diesem Modell überbewertet ist. Was bleiben, das sind Kausalität und Motivation. Und das bringt mich schon zum ersten großen Lehrinhalt des Buddhismus: Annica, Pali für Vergägnlichkeit, bzw. Wandel, dem einzig Stetem im Kosmos. Doch bevor es zu dieser Einsicht kam, bedurfte es einem Schnitt der radikaleren Art in meinem Leben. Mit dreißig hing ich selbiges an den Nagel, packte meinen Rucksack und zog für über zweieinhalb Jahre hinaus in die Welt und umkreiste einmal unseren Planeten. Ein Schritt folgte auf den anderen, ein Erlebnis jagte das andere, eine Erfahrung gesellte sich zur anderen und eh ich mich versah – Serendipity sei Dank – stolperte ich quasi nebenbei über Buddhismus und Vipassana. Mein Leben war von da an nicht mehr dasselbe. Ich konnte mich von so vielen schlechten Eigenschaften verabschieden, dass mir manchmal schon die Hand vom winken schmerzte. Wieder in Graz angekommen setzte ich fort, was auf der Reise schon begonnen hatte, nämlich das Wandeln (und Verwandeln) am buddhistischen, edlen, achtfachen Pfad.

Dieser private Blog verfolgt ab nun zwei Ziele. Einerseits soll er mich bei meinem Bestreben den edlen achtfachen Pfad zu gehen begleiten und mir helfen, meine Erfahrungen, Erkenntnisse und Erlebnisse für die Netzgemeinde und Gleichgesinnte mehr oder weniger geordnet zu hinterlassen. Neben dem allgemeinen Befassen mit Buddhismus möchte ich im Laufe der Zeit ein zweites Thema einflechten, das der Sucht. Ich selbst war viele Jahre ein Opfer verschiedener Süchte, doch die Mechanismen dahinter waren immer dieselben. Erst als ich begann mich dem Buddhismus zuzuwenden wurde mir dies bewusst und es half mir, mein altes Leben und meine alten Laster hinter mir zu lassen. Ich lies die Ursachen meiner Sucht und damit auch die Ursachen meiner Sorgen erlöschen und führe seither ein glückliches und recht selbstbestimmtes Leben.

Sila, Pali für Moral und ethisches Handeln, ist einer der drei Teile des edlen achtfachen Pfades und umfasst rechte Rede, rechtes Handeln und rechten Lebenserwerb. Ein Sila im speziellen lautet: “Ich gelobe mich darin zu üben, keine Substanzen zu konsumieren die den Geist verwirren und das Bewusstsein trüben.”

Möge diese Seite mich und andere darin unterstützen am Weg zur Erweckung einige Schritte zurückzulegen und mögen alle Wesen glücklich sein!

2 Comments
  • Orietta sagt:

    it is said that there are no coincidences in life! i don’t know what to think about this…

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